Angelika Döhler
Tierheilpraktikerin
Rudolf-Diesel-Str. 1
90513 Zirndorf

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Fax 0911/99 91 79 67
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 Tierheilpraxis  Angelika Döhler
Tierheilpraktikerin

Blutegeltherapie

Definition

Die Blutegeltherapie gehört zu den ausleitenden Verfahren. Der medizinische Blutegel (Hirudino medicinalis) wird seit Jahrhunderten in der Medizin zur Behandlung verschiedener Erkrankungen verwendet.

Der Speichel  des Egels (Saliva) enthält Stoffe wie Hirudin, Calin, Hyaluronidase, Egline, Bdelline, Apyrase, Kollagenase und  Hermentin , die beim Biss in die Wunde abgegeben werden.

Diese Stoffe bewirken eine Gerinnungshemmung und Viskositätsminderung des Blutes sowie eine Lymphstrombeschleunigung. Außerdem haben sie antithrombotische, immuni-
sierende, antiphlogistische und analgetische Wirkung.

Schmerzverursachende Schlackenstoffe aus dem erkrankten Gebiet können schneller abtransportiert werden und machen Platz für frisches, sauerstoffreiches Blut, das die Regeneration fördert.

Eine äußerst wirksame Sonderform ist die Blutegelpunktur.  Hierbei werden die Egel auf Akupunkturpunkte gesetzt. Dieses Verfahren verbindet die Vorteile der Blutegeltherapie mit denen der Akupunktur.

 Einsatzbereich

Akute und chronische Hufrehe, Ödeme, Hämatome, Arthritis und Arthrose, Phlegmone, Abszesse, Mastitis, Piephacke, Stollbeule, Spat, Schale, Fesselträgerentzündungen, Fesselgelenksgallen, Hufrollenentzündung, Entzündung der Srahlbeinbänder, Sehnen- und Sehnenscheidenentzündung, Sommerekzem, Mauke, Lymphangitis im Anfangsstadium, schlecht heilende Wunden, Patellaluxation, Thrombosen, Bandscheibenvorfälle, lokale Pyodermien, Furunkel, HD, Myalgien, Muskelfaserrisse, Durchblutungsstörungen und andere Beschwerden

Praktische Anwendung

Die festgelegten Biss-Stellen werden rasiert und evtl. leicht angeritzt, um den Egeln das Ansaugen zu erleichtern. Wenn die Egel vollgesaugt sind, lassen sie los und fallen ab. Dieser Vorgang dauert in der Regel zwischen 30 und 45 Minuten.

Die Nachblutung, die bis zu 24 Stunden dauern kann, beim Tier jedoch meist deutlich kürzer ist, ist ein gewünschter Nebeneffekt, da hierdurch weiter Blut und Lymphe abge-
leitet werden können. Durch die Nachblutung wird die Biss-Stelle sauber gehalten.

Eine Wundversorgung ist in der Regel nicht nötig. Bei Hunden kann man einen leichten Verband anlegen, um Autopolster und Liegeplätze während der Nachblutung nicht zu verunreinigen.

Nach Abtrocknen der Wunde kann es zu einem Juckreiz an der Biss-Stelle kommen. Es empfiehlt sich, das Tier zu beobachten und ggf. eine juckreizstillende Salbe aufzutragen, damit die Stelle nicht durch Kratzen, Beißen oder Scheuern infiziert wird.

 

 

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Blutegel-Hund-02

Hüfte eines Schäferhundes